Der Stadtverband der Jungen Union Gießen sieht in der Hochschulstadt Gießen ein hohes Potenzial junger Menschen, welches derzeit in Bezug auf Unternehmensgründungen zu wenig ausgeschöpft wird. Dabei ist es als zukünftige Herausforderung neben der schulischen Bildung wichtig, gute Ausbildungsplätze zu schaffen, um die jungen Menschen in Gießen tatsächlich halten zu können.

„Es gilt ein Konzept zur Ansiedlung von Start-Ups unter Einbezug der städtischen Hochschulen und etablierten Unternehmen mit dem klaren Ziel eine Existenzgründerkultur in Gießen zu schaffen“, so Heiko Schmitt. „Durch eine unternehmensfreundliche Verwaltung, einem regelmäßigen Austausch zwischen Stadtverwaltung und jungen Unternehmen sollte eine Plattform und Beratungsmöglichkeiten geschaffen werden, wozu auch eine zentrale Anlaufstelle zählt, an die sich junge Unternehmer Kontaktdaten für strategische Unternehmens- und Marketingberatung, Hilfestellung bei der Geschäftsstellensuche oder Kontaktdaten zu ortsansässigen Banken erhalten können“, ergänzt JU-Vorsitzende Kathrin Schmidt. Weitere Inhalte des Konzepts können Sprechstunden zum Thema Wirtschaftsförderung, eine stärkere Zusammenarbeit mit privaten Initiativen, die Unterstützung bei der Vernetzung junger Unternehmen z. B. Networking-Events (denn so können Existenzgründer gezielt mit etablierten Unternehmen, aber auch mit Forschungseinrichtungen wie der JLU oder THM zusammengebracht werden), die Entwicklung und den Ausbau interkommunaler Industrie- und Gewerbegebiete mit angrenzenden Kommunen sowie Jungunternehmerwettbewerbe sein, bei denen Geschäftsideen öffentlich vorgestellt werden können und von einer Fachjury aus etablierten Unternehmern, Kreditinstituten oder Privaten bewertet werden können.

„Die Preise müssen dabei nicht immer unbedingt monetär sein, sondern können beispielsweise auch Büroflächen für einen bestimmten Zeitraum frei oder vergünstigt zur Verfügung gestellt werden. So könnten beispielsweise durch eine strategische Immobilienentwicklung Leerstände gezielt für Existenzgründungen verwendet werden und Co-Working-Spaces geschaffen werden“, fasst Sprecher Maximilian Roth zusammen.

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