Um sich über aktuelle Entwicklungen vor Ort zu informieren, hat der Stadtverband der Jungen Union Gießen am 29.11.17 im Rahmen einer Führung durch Herrn Frank Steibli, Pressesprecher des UKGMs, den Gießener Standort des Universitätsklinikums besucht.

Herr Steibli stieg in die rund zweistündige durch einen Vortrag begleitete Führung mit einem kurzen historischen Rückblick ein: „Die Privatisierung der Universitätskliniken Gießen und Marburg in dieser Form stellten 2006 ein Novum in Deutschland dar“. Unter Trägerschaft der Rhön-Klinikums AG fiel die Patientenversorgung der Universitätskliniken damals erstmalig in private Hand. „Seither wurden 620 Millionen Euro in den Standort Mittelhessen investiert“, fuhr der Pressesprecher fort. Mit 10.000 Beschäftigten, davon ca. 5000 in Gießen, sei das Universitätsklinikum der größte Arbeitgeber in der Region Mittelhessen; auch für die Rhön-Klinikums AG stelle Gießen den größten Standort dar. Versorgt würden in Gießen und Marburg wiederum etwa 500.000 Patienten pro Jahr – davon 100.000 stationär.

Die JU’ler konnten im Laufe der Führung durch das Hauptgebäude dem Referenten laufend Fragen zur Patientenversorgung und Klinkumsadministration stellen. Herr Steibli machte darauf aufmerksam, dass der Sinn der Zusammenlegung der früher in Einzelgebäuden verteilten Kliniken in ein Hauptgebäude vor allem in den kürzeren Wegen für Personal und Patienten und eine bessere interdisziplinäre Zusammenarbeit liege. Dies könne beispielhaft an der Verknüpfung der Frauen- und Kinderklinik beobachtet werden. Besonders hob Herr Steibli auch die Schwerpunkte des Standortes Gießen hervor: So ist das Pränatalzentrum mit Level 1 auf der höchsten Versorgungsstufe. Außerdem stelle Gießen eines der europaweit führenden Kinderherzzentren dar. Auch machte er auf die Interkulturelle Ambulanz – einem deutschlandweit einmaligen Projekt – aufmerksam, in welchem Migranten aus dem Mittelmeerraum u.a. die Möglichkeit haben in ihrer Landessprache versorgt zu werden und in der der Fokus auf Krankheitsbilder besonders für diese Bevölkerungsgruppen gelegt werden könne, sodass die Interkulturelle Ambulanz Modellcharakter für andere Kliniken habe.

Herr Steibli betonte auch, dass sich die laufenden Investitionen in modernste medizinische und technische Versorgung gelohnt hätten: Mittlerweile sei Gießen das ökonomisch effizienteste Universitätsklinikum Deutschlands. „Weitere Aus- und Umbaupläne werden aktuell ausgearbeitet, sodass nach wie vor Bewegung am Klinikumsgelände ist“, so der Pressesprecher.

Zum Abschluss der Führung machte er angesichts des Rückgangs der Spenderzahlen von Organen, welche sich auch am UKGM bemerkbar machen, auf die Bedeutung der Organspende aufmerksam. Die Junge Union bedankte sich bei Herrn Steibli für die interessanten Ein- und Ausblicke.

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