Der Stadtverband der Jungen Union Gießen ruft die Entscheidungs- und Mandatsträger der Stadt Gießen zu einem parteiübergreifenden Maßnahmenpaket auf. Ausgangspunkt und Anlass ist das von der Stadt-SPD nun vorgestellte Corona-Maßnahmenpaket. Dabei begrüßt die Jungen Union den Schritt der SPD, notwendige Unterstützungsmaßnahmen an gerade besonders betroffene gesellschaftliche Bereiche in die Wege zu leiten. „In Zeiten wie diesen ist es aber an der Zeit, politische Alleingänge zu vermeiden und stattdessen parteiübergreifend zu diskutieren, zu beraten und zu entscheiden“, merkt die JU-Stadtvorsitzende Kathrin Schmidt an. „Die bereits von der Koalition ebenfalls beschlossenen Maßnahmen und in dieser Woche verkündeten Entscheidungen zur Gebührenbefreiung in Höhe von rund 500.000 Euro begrüßen wir ebenfalls“, ergänzt Pressesprecher Maximilian Roth.

In Ergänzung der teilweise noch recht pauschalen Absichtserklärungen fordert die Junge Union in den folgenden fünf zentralen Handlungsfeldern nachfolgende, konkrete Umsetzungen:

  1. Wie schon mit Forderungen im Herbst 2019 zum „Pakt für den Seltersweg“ gefordert, erneuert die JU die Möglichkeit einer sog. „Gießen-Card“: Damit könnten Kunden durch Einkäufe bei teilnehmenden Geschäften Punkte sammeln und sparen. Dies könnte dann u. a. auch mit reduzierten Parkgebühren kombiniert werden – ein Anziehungsfaktor für den Gießener Einzelhandel und die Innenstadt.

  2. Die Mittel aus dem Konjunkturprogramm der Bundesregierung sollen sinnvoll genutzt werden: Hierbei gilt es, vor allem in die Gießener Schulen zu investieren und die Digitalisierung zu beschleunigen.

  3. Geplante Investitionen vorziehen: Gießener Sporthallen und Schulen sind – in Ergänzung zur Digitalisierung – besonderer Adressat und vorzugsweise anzugehen.

  4. Unternehmensgründungen unterstützen: Insbesondere junge Unternehmen leiden unter der aktuellen Krise. So brechen in dieser Zeit nicht nur potentielle Kunden weg, auch Investoren ziehen sich aus geplanten Investments zurück. Um Unternehmensgründungen auch zukünftig attraktiv zu machen, müssen entsprechende Mittel zur Verfügung gestellt werden.

  5. Ausbildungsbehörde „Stadtverwaltung Gießen“ attraktiver machen: Neben einer Erhöhung der Ausbildungsplätze müssen aufgrund des demografischen Wandels und der kommenden Pensionierungswelle in der Stadtverwaltung Gießen auch vermehrt duale Studienplätze an der Hochschule für Polizei und Verwaltung (HfPV – ehemalige Verwaltungsfachhochschule) ausgeschrieben und die Beamtenanwärter mit attraktiven Angeboten langfristig an die Stadtverwaltung gebunden werden.

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